Geschichte der EUSO

Die Europäische Science Olympiade (EUSO) wurde von Michael A. Cotter in Dublin (Irland) gegründet. Die Idee eines Wissenschaftswettbewerbs für 16-Jährige europäische Schülerinnen und Schüler entstand aufgrund seiner Erfahrungen als Direktor der irischen Naturwissenschaftsolympiade. Ziel war es, einen neuen Wissenschaftswettbewerb zu schaffen, der sich von den anderen Science Olympiaden in Hinblick auf das Alter der Teilnehmer, den Inhalt, den Zeitpunkt der Austragung und das Format unterschied.

1998 stellte Michael Cotter dem irischen Minister für Wissenschaft und Technik, Noel Tracy, einen Entwurf seiner Pläne für eine EUSO vor. Der Minister war zu dieser Zeit bereits für seinen Einsatz zu innovativen Ideen und Konzepten in der Wissenschaftserziehung bekannt und begrüßte die Idee. Noch in diesem Jahr stellte er die EUSO-Idee im Rahmen eines Treffens der europäischen Bildungs- und Wissenschaftsminister vor, wo es begeisterte Befürwortung fand.

Es wurde zusammen entschieden, die erste EUSO im April 2001 in der Dubliner City University (DCU) stattfinden zu lassen. Die Mittel für den Wettbewerb wurden von der irischen Regierung bereitgestellt. Zudem wurden alle damaligen 15 EU-Minister für Bildung, Wissenschaft und Technik gebeten, auf nationaler Ebene EUSO-Koordinatoren zu benennen.

Viele EU Mitgliedsstaaten nominierten daraufhin Landeskoordinatoren. 2001 war jedoch das Jahr, in dem die Maul- und Klauenseuche ausbrach und der Reiseverkehr zwischen den Ländern Europas reglementiert und eingeschränkt wurde. Infolgedessen wurde entschieden, die Austragung der ersten EUSO auf den April 2003 zu verschieben.

Im Mai 2002 wurde das erste Treffen des EUSO-Vorstands in Dublin durchgeführt. Das Treffen wurde von Michael Cotter (Irland) als Vorsitzendem organisiert. Ferner nahmen an diesem Gründungstreffen Gérard Cobut (Belgien), Dr. Eckhard Lucius (Deutschland), Costas Kampouris (Griechenland), Eduard Ries (Luxemburg) und Carlos R. Aires (Spanien). Man einigte sich über alle organisatorischen und inhaltlichen Aspekte der EUSO2003 inklusive des überarbeiteten EUSO-Regelwerkes. Das IPN in Kiel trug dabei maßgeblich zum Konzept des Teamwettbewerbes mit praktischen Aufgaben teil, die die Fächer Biologie, Chemie und Physik integrierten.

Die wichtigsten Aspekte der überarbeiteten EUSO-Regeln waren:

Kurze Übersicht über bereits stattgefundene Wettbewerbe:

1. EUSO 2003 in Dublin
2. EUSO 2004 in Groningen
3. EUSO 2005 in Galway
4. EUSO 2006 in Brüssel
5. EUSO 2007 in Potsdam
6. EUSO 2008 in Nikosia
7. EUSO 2009 in Murcia

EUSO 2003

Die erste EUSO fand in Dublin (Irland) vom 6. - 13. April 2003 statt. Sieben Länder, nämlich Belgien, Deutschland, Irland, die Niederlande, Spanien, Schweden und das Vereinigte Königreich, beteiligten sich. Die Schweiz entsandte einen Beobachter. Die Eröffnungs- und die Abschlusszeremonie fanden unter Anwesenheit von Minister Noel Tracy, Ministerin Mary Hanafin, dem Dubliner Bürgermeister, Stadtrat Dermot Lacy, dem stellvertretenden Bürgermeister, Senator Liam Fitzgerals sowie Professor Malcom Smyth der DCU statt.

Das leitende Komitee der EUSO2003 setzte sich wie folgt zusammen:

Die beiden Experimente wurden unter Beaufsichtigung von Herrn Maurice Burke in den Science Laboren der City University zu Dublin durchgeführt.

An folgende Teams wurden Medaillen verliehen:

Auf dem ersten Koordinierungstreffen, das von den sieben anwesenden nationalen Koordinatoren besucht wurde, verständigte man sich über die Version des EUSO-Regelkataloges aus dem Jahre 2003. Die wesentlichen Veränderungen lagen zum einen in der Herabsetzung der Altersgrenze für Teilnehmer auf maximal 16 Jahre (bis zum 31. Dezembers des jeweils letzten Jahres vor Austragung einer EUSO) und zum anderen die Zusammenlegung der Rolle des Landeskoordinators mit einem der Mentorenämter.

EUSO 2004

Fünfzehn EU-Staaten beteiligten sich an der zweiten Europäischen ScienceOlympiade, die vom 2. - 8. Mai 2004 in Groningen (Niederlande) unter der Leitung von Dr. Hans Jordens stattfand. Das Gastgeberland lud die Länder ein, die auch bereits an der ersten EUSO im Jahr zuvor in Dublin teilgenommen hatten. Diese wurden von 57 Schülerinnen und Schülern in insgesamt 19 Teams vertreten: Belgien (2 Teams), Deutschland (3 Teams), Irland (3 Teams), die Niederlande (3 Teams), Spanien (3 Teams), Schweden (3 Teams) sowie Groß Britannien (2 Teams). Darüber hinaus entsandten die Staaten Mentoren für die Bereiche Biologie, Chemie und Physik.

Medaillen wurden wie folgt verliehen:

Wissenschaftliche Beobachter repräsentierten acht weitere Nationen, die der EU 2004 beitraten. Diese acht neuen Länder - Estland, Griechenland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakei, die tschechische Republik und Zypern - wurden neben den sieben Nationen, die bereits an den vorigen EUSOs beteiligt waren, eingeladen, bei der kommenden Veranstaltung im Jahr 2005 ebenfalls mit einer vollständigen Delegation an der EUSO teilzunehmen.

EUSO 2005

Die 3. EUSO wurde vom 14. - 21. Mai 2005 in Galway (Irland) ausgerichtet. Die Leitung des Wettbewerbs wurde von Michael A. Cotter und Bernard Kirk übernommen. Die Entwicklung und Durchführung der Experimente im Rahmen der Veranstaltung lagen in der Verantwortung der NUI Galway und dem GMIT. Die Durchführung der Experimente wurde von Dr. Paraic James (Dublin City University) überwacht. Schirmherr der EUSO2005 war Noel Tracy, inzwischen Europa-Minister von Irland.

Eine Verfassungsänderung des Jahres 2004 reduzierte die Größe der teilnehmenden Delegationen auf nunmehr zwei Teams mit jeweils drei Schülern sowie je einen Mentor pro Fachbereich: Biologie, Chemie, Physik. Dabei muss einer der drei Mentoren gleichsam auch das Amt des Landeskoordinatoren sowie die Leitung der Delegation inne haben.

Zehn Nationen wurden von insgesamt 54 Schülerinnen und Schülern in 18 Teams vertreten: Belgien (2 Teams), Estland (2 Teams), Deutschland (2 Teams), Irland (2 Teams), Litauen (1 Team), Niederlande (2 Teams), Slowakei (1 Team), Spanien (2 Teams), Schweden (2 Teams), Schweden (2 Teams) und Zypern (2 Teams). Zudem entsandte jedes Land jeweils drei Mentoren. Großbritannien stellte lediglich einen Beobachter.

Medaillen wurden wie folgt verliehen:

EUSO 2006

Die 4. Europäische ScienceOlympiade fand in Brüssel (Belgien) vom 2. bis 8, April 2006 unter der Leitung von Victor Rasquin statt. Die beiden Experimentalaufgaben wurden von der Vrije Universiteit van Brussel (VUB) und der Université Libre de Bruxelles (ULB) entwickelt. Die Koordinatoren waren Prof. Dr. Luc Leyns und Roosje van den Driessche. Als Chairman war Prof. Dr. Louis De Vos tätig. Die Schirmherrin war Ihre Majestät, die Königin Paola von Belgien.

Jede Delegation einer teilnehmenden Nation bestand aus maximal zwei Teams (jedes mit drei Schülerinnen oder Schülern) sowie einem Mentor für jedes Fach, Biologie, Chemie und Physik. Ein Mentor war gleichzeitig Koordinator und Leiter der Delegation.

Zwölf Nationen waren mit insgesamt 23 Teams anwesend (69 Schülerinnen oder Schülern): Belgien (2 Teams), Deutschland (2 Teams), Estland (2 Teams), Griechenland (2 Teams), Irland (2 Teams), Lettland (1 Team), die Niederlande (2 Teams), Schweden (2 Teams), Slowakei (1 Team), Spanien (2 Teams), das Vereinigte Königreich (2 Teams) und Zypern (2 Teams). D&aum;nemark entsendete einen Beobachter.

Medaillen wurden wie folgt verliehen:

EUSO 2007

Die 5. Europäische ScienceOlympiade fand in Potsdam/Brandenburg (Deutschland) vom 25. März bis 1. April 2007 statt. Als Direktor war Dr. Eckhard Lucius verantwortlich, stellvertretende Direktoren waren für die Aufgaben Dr. Marlen Fritzsche und für die Rahmenorganisation Matthias Grießner. Die beiden interdisziplinären Experimentalaufgaben wurden an der Universität Potsdam (Golm) entwickelt und während der EUSO auch dort durchgeführt. Als Chairman war Prof. Dr. Thomas Altmann verantwortlich.

16 Nationen der EU waren durch insgesamt 29 Teams (87 Schülerinnen oder Schülern) vertreten. Die Delegationen bestanden aus ein oder zwei Teams mit je drei Schülerinnen oder Schülern sowie je einen Mentor für die Fächer Biologie, Chemie und Physik. Einer der Mentoren war gleichzeitig Landeskoordinator und Leiter der Delegation. Österreich und Bulgarien entsendeten Beobachter. Außerdem waren internationale Gäste aus Indonesien und Taiwan anwesend, die die IJSO vertraten.

Teams: Belgien (2 Teams), Deutschland (2 Teams), Estland (2 Teams), Griechenland (2 Teams), Irland (2 Teams), Lettland (1 Team), Litauen (1 Team), Luxemburg (2 Teams), die Niederlande (2 Teams), Schweden (2 Teams), Slowakei (2 Teams), Slowenien (1 Team), Spanien (2 Teams), Tschechische Republik (2 Teams), das Vereinigte Königreich (2 Teams) und Zypern (2 Teams).

Medaillen wurden wie folgt verliehen:

EUSO 2008

Die 6. EUSO wurde in Nikosia (Zypern) vom 11. bis zum 17. Mai 2008 durchgeführt. Mikis Hadjineophytou war der Direktor. Das Organisationskomitee wurde unterstützt durch Olympia Stylianou vom Ministerium für Bildung und Kultur. Die Experimente, die von den Schülerinnen oder Schülern an der Universität Zyperns durchgeführt wurden, waren von Prof. Dr. Epaminondas Leontides, Chemie, Dr. Christina Sidera, Biologie, Dr. Constantinos Phanis, Biologie, und Anaxagoras Hadjiiosif sowie Andreas Papastylianou, Physik entwickelt und betreut worden.

21 Nationen der EU waren insgesamt mit 33 Teams (99 Schülerinnen oder Schülern) vertreten. Die Delegationen brachten ein oder zwei Teams mit sowie je einen Mentor für Biologie, Chemie und Physik. Ein Mentor nahm als Landeskoordinator teil. Ungarn, Portugal und das Vereinigte Königreich entsendeten Beobachter.

Teams: Belgien (2 Teams), Bulgarien (2 Teams), Dänemark (2 Teams), Deutschland (2 Teams), Estland (2 Teams), Griechenland (2 Teams), Irland (2 Teams), Lettland (1 Team), Litauen (2 Teams), Luxemburg (2 Teams), die Niederlande (2 Teams), Österreich (2 Teams), Schweden (2 Teams), Slowakei (2 Teams), Slowenien (1 Team), Spanien (2 Teams), Tschechische Republik (2 Teams) and Zypern (2 Teams).

Medaillen wurden wie folgt verliehen:

EUSO 2009

Die 7. EUSO fand in Murcia (Spanien) vom 28. März bis 5. April 2009 statt. Ehrenpräsident war Ihre Majestät der König von Spanien, D. Juan Carlos I. Als Direktor war Prof. Juan Antonio Rodríguez Renuncio verantwortlich und als Koordinator Dr. Jorge Molero Fernández. Das Organisationskomitee wurde geleitet von Ilma. Sra. Dna. Rosa Peñalver Pérez, Generaldirektor der regionalen Kooperation des Ministeriums für Bildung, und Ilmo. Sr. D. Carlos Romero Gallego, Generaldirektor für Bildungsentwicklung und -innovation (Regionale Regierung von Murcia) sowie Ilmo. Sr. Dr. D. Francisco Guillermo Díaz Baños, stellvertretender Präsident der Universität von Murcia.

Die beiden Experimente wurden von einem Wissenschaftskomitee der Universität Murcia entwickelt, und zwar unter der Leitung von Prof. José Antonio Lozano Teruel und des Chairmans Prof. Manuel Hernández Córdoba. Zu diesem Komitee zählten außerdem Dr. Carmen López Erroz, Professorin für Analytische Chemie, Dr. Gloria Villoria Cano, Professorin für Chemische Technik, Dr. Patricia Lucas Elio, Professorin für Genetik und Mikrobiologie, Dr. Antonio Sánchez Amat, Professor für Genetik und Mikrobiologie, Dr. Jorge de Costa Ruiz, Professor für Physiologie, Dr. Antonio Guirao Piñera, Professor für Optik, und Dr. Rafael García Molina, Professor für Angewandte Physik.

21 EU-Länder waren vertreten mit 40 Teams (120 Schülerinnen oder Schülern). Die Delegationen brachten ein oder zwei Teams mit sowie je einen Mentor für Biologie, Chemie und Physik. Ein Mentor nahm als Landeskoordinator teil. Rumänien und Frankreich entsendeten zum ersten Mal Beobachter.

Teams: Belgien (2 Teams), Bulgarien (2 Teams), Dänemark (2 Teams), Deutschland (2 Teams), Estland (2 Teams), Griechenland (2 Teams), Irland (2 Teams), Lettland (1 Team), Litauen (2 Teams), Luxemburg (2 Teams), die Niederlande (2 Teams), Österreich (2 Teams), Portugal (2 Teams), Schweden (2 Teams), Slowakei (2 Teams), Slowenien (1 Team), Spanien (2 Teams), Tschechische Republik (2 Teams), Ungarn (2 Teams), das Vereinigte Königreich (2 Teams), Zypern (2 Teams).

Medaillen wurden wie folgt verliehen: