Ergebnisse der 3. Runde 2006

Bericht über die dritte Runde der XVII. IBO in Kiel

1. Tag: Anreise
Am Sonntag fuhren wir mit dem ICE nach Kiel. Dieses Jahr nahmen sechs Baden-Württemberger an der dritten Runde teil. Dort angekommen, aßen wir zu Abend und wurden in drei Gruppen zu je 12 Teilnehmern eingeteilt.

2. Tag: Crashkurs
Am folgenden Tag wurden wir für die praktische Prüfung vorbereitet, die am Dienstag stattfand. Dies beinhaltete Biostatistik, Zoologie und Botanik, wobei vieles davon auch tatsächlich in der praktischen Prüfung abgefragt wurde. In Statistik wurden ?2-Test, Vier-Felder-Test und das Erstellen einer linearen Regression wiederholt. In Zoologie sollten wir verschiedene Körperteile eines Insektes skizzieren und deren Funktion erläutern. Im Botanischen Praktikum fertigten wir Querschnitte von verschiedenen Hölzern an und färbten diese. Darüber hinaus wurde uns gezeigt, wie man ein Mikroskop einstellt (Köhlern). Anschließend aßen wir, wie die zwei folgenden Tage auch, in der Kieler Mensa.

3. Tag: Praktische Klausur
Am Dienstag wurde es ernst, die praktischen Klausuren mussten bewältigt werden. Die drei Gruppen wurden in Zoologie, Botanik und Stoffwechselphysiologie geprüft. In Stoffwechselphysiolgie sollten wir die verschiedenen Mitosephasen unter dem Mikroskop erkennen und die Eigenschaft der Zellvakuole als �Ionenfalle� beobachten und hierzu theoretische Fragen beantworten. In Botanik fand das berühmt, berüchtigte �Wettrennen� statt. Dabei hat man nur eine Minute Zeit das Objekt unter dem Mikroskop der jeweiligen Unterabteilung im Pflanzenreich, einem Organ und der Richtung des Schnittes (z.B. quer) zuzuordnen, danach musste man an das nächste Mikroskop. Daraufhin sollten wir selbst Querschnitte anfertigen und entscheiden, welche Zelltypen auf dem Objekt zu sehen waren. In der Zoologischen Prüfung sollten Insektenlarven und eine Muschel skizziert und bestimmt werden. überdies sollten die Funktionen verschiedener Körperteile einer Wanze festgestellt und ebenfalls skizziert werden werden. Im Anschluss besuchten wir das Zoologische Museum in Kiel.

4. Tag: Theoretische Klausur
Am nächsten Morgen fand die theoretische Klausur am IPN statt. Die Klausur umfasste einen A-Teil mit 80 MC-Fragen und einen B-Teil aus 20 komplexen Aufgaben, obwohl uns 4� Stunden zur Verfügung standen wurden nur wenige fertig. Nach den Prüfungen waren wir einerseits darüber erleichtert, alles hinter uns zu haben, waren jedoch zunächst über unsere Leistungen unzufrieden. Am Nachmittag wurden die praktischen Klausuren besprochen, was zu einem ständigen emotionalen Auf und Ab führte. Darüber hinaus wurden verschiedene Stipendien für In- und Ausland vorgestellt.

5. Tag: Besuch des MPI für Limnologie in Plön
Wir fuhren mit dem Bus nach Plön, um dort das Max-Planck-Institut für Limnologie zu besuchen. Zunächst hörten wir Vorträge über Wasserflöhe und deren Rolle im ökosystem See, das Immunsystem des Stichlings und Insekten. Danach sahen wir uns die Forschungseinrichtung an, wobei die �Algen-Tower�, in denen die Bedingungen eines tiefen Sees nachgeahmt werden können, den Höhepunkt darstellte.

6. Tag: Besuch des MPI für Limnologie in Plön
Nach diesem Tag sehnten wir uns schon die ganze Woche, heute wurden die Ergebnisse der Prüfungen mitgeteilt und die Sieger ausgezeichnet. Wir fuhren mit dem Bus nach Hamburg in das Werk von Eppendorf, dem Sponsor der Biologieolympiade. Dort hörten wir einen Vortrag über Methoden zur Bestimmung von Gensequenzen eines bestimmten Proteins. Wir waren darüber erstaunt, dass drei Baden-Württemberger unter den besten 11 waren und sich damit für die vierte Runde qualifiziert hatten. Marcel Vetter, Baden-Württemberg, März 2006

Gewinner:

Christine Baumgärtel, Hösbach
Friederike Ewald, Frankfurt (Oder)
Sabryna Junker, Wadern
Christina Kuhlmey, Kleinmachnow
Simon Mages, Neutraubling
Mikhail Novikov, Heidelberg
Monika Pütz, Minden
Tanja Schindler, Waldshut-Tiengen
Jacqueline Scholl, Wadern
Theresa Strauch, Leipzig
Marcel Vetter, Heidelberg

Für die 4. EUSO in Brüssel/Belgien (2. bis 8. April 2006) haben sich qualifiziert:

Christina Kuhlmey, Kleinmachnow
Svenja Rosenberger, Frankfurt (Oder)