14. IBO 2003 in Minsk (Belarus)

Deutschland spielt oben mit

Vom 8. bis zum 16. Juli 2003 fand die 14. Internationale Biologieolympiade in Belarus in der Hauptstadt Minsk statt. Vier deutsche Schüler, zwei Mädchen und zwei Jungen haben erfolgreich daran teilgenommen und konnten mit zwei Bronze- und zwei Silbermedaillen das Vorjahresergebnis erreichen. Deutschland, an der Spitze West- und Mitteleuropas, wurde mit dieser Leistung weltweit neuntbeste Nation, und zwar auch vor den USA. Insgesamt waren 41 Teilnehmerländer mit ihren Teams anwesend (eine Nation mehr als im Vorjahr), ein weiteres Land (Canada) hatte Beobachter entsandt. Die 17 Goldmedaillen teilten sich wieder hauptsächlich einige asiatische und osteuropäische Nationen. Die Leistungen der deutschen Schüler waren im internationalen Vergleich beachtlich.

Team 2003
Die deutschen Gewinner der 14. IBO (von links, mit Fahne): Jan Petasch (Frankfurt/Oder), Christian Genz (Berlin), Vera Dietterle (Berlin) und Janina Baumbach (Usingen); im Hintergrund die Delegationsleiter Christiane Mühle, Ralf Kittler und Dr. Eckhard Lucius

Bei der Bearbeitung praktischer Aufgaben zählten die deutschen Schüler wie in den vergangenen Jahren zu der Spitze. Experimentelle Fähigkeiten und die Anwendung biologischer Methoden wurden wie immer sicher beherrscht. Insgesamt mussten in der Praxis vier Laboraufgaben bewältigt werden, und zwar zur Pflanzenanatomie und -physiologie, zur Zoologie, zur Genetik und zur Mikrobiologie. In den theoretischen Klausuren mussten wieder fast 60 Multiple-Choice-Aufgaben aus allen Bereichen der Biologie gelöst werden, die aber keineswegs nur einfache Faktenkenntnis erforderten. In einem umfangreichen B-Teil mussten 40 komplexere Biologieaufgaben bewältigt werden. Für beide Teile standen viereinhalb Zeitstunden zur Verfügung.

Am Ende des Wettkampfes wurde je eine Medaille vom belarussischen Bildungsministerium an unsere Schüler verliehen:

Das Rahmenprogramm mit Ausflügen nach Minsk und in den Seen-Nationalpark im Nordwesten des Landes war sehr ansprechend. Die belarussische Organisation hatte auch bei der Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung höchste Maßstäbe gesetzt und glänzte mit ausgezeichneter Unterbringung und Verpflegung. Die sehr anspruchsvollen Aufgaben wurden auch im Laborbereich durch neueste Technik auf westlichem Niveau unterstützt. Nicht zuletzt durch die Eröffnungsrede des Staatspräsidenten Lukaschenko war deutlich zu spüren, dass der Biologieolympiade in Belarus ein großer Stellenwert beigemessen wird.


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