15. IBO 2004 in Brisbane (Australien)

Deutschland wieder Spitze

Vom 11. bis zum 18. Juli 2004 fand die 15. Internationale Biologieolympiade an Australiens Ostküste in Brisbane statt. Vier deutsche Schüler, ein Mädchen und drei Jungen haben erfolgreich daran teilgenommen.

Edelmetalle
Die drei Edelmetalle des deutschen Teams 2004

In der 15jährigen Geschichte der Biologieolympiade konnte Deutschland mit einer Goldmedaille, zwei Silbermedaillen und einer Bronzemedaille sein zweitbestes Ergebnis erzielen. Deutschland steht weiterhin zusammen mit dem Vereinigten Königreich an der Spitze West- und Mitteleuropas und wurde mit dieser Leistung weltweit achtbeste Nation, und zwar auch vor sonst starken Nationen wie Indien oder Russland. Mit der Goldmedaille von Jan Petasch (Gauß-Gymnasium, Frankfurt/ Oder) konnte Deutschland in diesem Jahr um Medaillenränge konkurrieren, die in Vorjahren von asiatischen Nationen dominiert wurden. Mit dieser Leistung konnte das Vorjahresergebnis deutlich gesteigert werden.

Insgesamt waren 40 Teilnehmerländer mit ihren Teams anwesend (eine Nation weniger als im Vorjahr), fünf weitere Länder hatten Beobachter entsandt: Brasilien, Brunei, Dänemark, Japan und Neuseeland.

Bei der Bearbeitung praktischer Aufgaben zählten die deutschen Schüler wie in den vergangenen Jahren zu der Spitze. Experimentelle Fähigkeiten und die Anwendung biologischer Methoden wurden wie bisher sicher beherrscht. Insgesamt mussten in der Praxis vier 90minütige Laboraufgaben bewältigt werden, und zwar zur Biochemie, zur Immunologie, zur Zoologie und zur Ökologie.

Das Team 2004
Das siegreiche Team der 15. IBO (von links): Richard Rosch, David Haselbach, Jan Petasch und Vera Dietterle zusammen mit den Betreuern Ralf Kittler und Christiane Mühle, dem deutschen Honorarkonsul von Brisbane, Detlef Sulzer, sowie dem IBO-Geschäftsführer Dr. Eckhard Lucius

In den theoretischen Klausuren mussten etwa 150 Multiple-Choice-Aufgaben aus allen Bereichen der Biologie gelöst werden, die aber keineswegs nur einfache Faktenkenntnis erforderten. Die beiden zweieinhalbstündigen Klausurteile erforderten auch umfassende theoretische Kenntnisse und deren Anwendung aus allen Bereichen der Biologie. Am Ende des Wettkampfes wurden während der Abschlusszeremonie von der Gouverneurin von Queensland, Vertretern des australischen Parlaments und den Rektoren der drei beteiligten Universitäten an unsere Schüler folgende Medaillen verliehen:

Koala
Auch der Koalabär Cassino vertraut dem langjährigen IBO-Mitarbeiter Ralf Kittler

Das Team konnte auf umfangreiche Erfahrungen zurückgreifen: Der Goldmedaillist Jan Petasch war bereits auf der 14. IBO 2003 in Belarus Bronzemedaillengewinner und konnte damit sein Ergebnis deutlich steigern. Vera Dietterle konnte Ihr Vorjahresergebnis (Silber) erneut einstellen. Mit Richard Rosch hatte das deutsche Team einen Teilnehmer, der bereits im April auf der European Union Science Olympiad (EUSO) eine Goldmedaille errungen hatte. David Haselbach war bereits mehrfach Teilnehmer des deutschen Auswahlverfahrens zur IBO, bevor er sich für das Team qualifizieren konnte. An der feierlichen Medaillenverleihung nahm unter anderem auf Einladung der australischen Regierung der deutsche Honorarkonsul in Brisbane, Detlef Sulzer, teil.

Das Rahmenprogramm mit Ausflügen in den Zoo, in eine australische Schafschererei, in den Vergnügungspark Seaworld, eine Exkursion an die Pazifikküste und den benachbarten Regenwald war sehr vielseitig.

Moreton
Gemeinsame Exkursion nach Moreton-Island

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