12. IBO 2000 in der Türkei

9. bis 16. Juli 2000 - Antalya

Die 11. Internationale Biologieolympiade fand in diesem Jahr in Belek an der Türkischen Riviera statt. 38 Nationen mit 150 Schülern nahmen daran teil. Aus deutscher Sicht war diese Olympiade wieder ein Erfolg. Die deutschen Schüler konnten sich trotz einiger widriger Umstände gegenüber einer starken internationalen Konkurrenz behaupten.

Die Aufgabenstellung war anspruchsvoll. Eine ökologische Aufgabe bestand zum Beispiel darin, Populationsanalysen in vorbereiteten Bodenhorizonten vorzunehmen, und in einer molekularbiologischen Aufgabe mußte eine Gelelektrophorese von Biomolekülen durchgeführt werden.

Die deutsche Mannschaft erreichte mit drei Silbermedaillen und einer Bronzemedaille fast das Vorjahresergebnis. Sie gehörte damit wieder zu den zehn besten Nationen und schnitt am besten unter allen west- und mitteleuropäischen Nationen ab. Unser bester Schüler belegte Platz 17, das war der 1. Silbermedaillenrang.

Das Team 2000
Die deutsche Mannschaft der diesjährigen Internationalen Biologieolympiade
Leonidas Apostolidis, Heidelberg,
225,88 Punkte;

Martin Häsemeyer, Heidelberg,
215,56 Punkte;

Elisa Dultz, Frankfurt/Main,
214,29 Punkte;

Benjamin Lux, Oberhausen,
197,69 Punkte.

Die Rahmenbedingungen dieser IBO waren in jeder Hinsicht extrem. Unterbringung und Verpflegung in Fünf-Sterne-Hotels konnten die klimatischen Bedingungen dieses überaus heißen Sommers in der Türkei (bis zu 56 °C im Schatten bei 100 % Luftfeuchte) nicht kompensieren. Die Klimaanlagen waren zum Teil überlastet, es kam zu Stromausfällen, Taschenrechner versagten und in einer botanischen Aufgabe mußte mit getrocknetem Pflanzenmaterial gearbeitet werden.

In der vierten Vorbereitungsrunde für diesen Wettbewerb fand erstmals ein gemeinsames Auswahlverfahren mit der Studienstiftung statt, bei dem alle vier Mitglieder der deutschen "Mann"schaft in die Studienstiftung aufgenommen worden sind. Die freundliche Unterstützung und gute Kooperation mit der Studienstiftung des Deutschen Volkes bedeutet einen weiteren Qualitätsschritt zur Anerkennung und Gleichstellung unserer Olympiade.


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