17. IBO 2006 in Río Cuarto (Argentinien)

Die Sicht eines Schülers: vom Teammitglied Marcel Vetter

In diesem Jahr fand die Internationale Biologieolympiade vom 9. bis zum 16. Juli in Río Cuarto (Argentinien, Provinz Cordoba) statt. Dies war zugleich das erste Mal, dass die IBO auf dem amerikanischen Kontinent ausgetragen wurde.

Das Team
Unsere strahlenden Medaillenträger 2006 (von links): Jacqueline Scholle, Friedrike Ewald, Monika Pütz und Marcel Vetter; im Hintergrund die Teambetreuer Ralf Kittler, Dr. Eckhard Lucius, Christiane Mühle

Auch bei der nun 17. Internationalen Biologieolympiade schlugen sich die deutschen Teilnehmer beachtlich. Deutschland zählte erneut zu den besten europäischen Nationen. Von den insgesamt 52 teilnehmenden Nationen belegte Deutschland nach einer inoffiziellen Rangliste den 14. Platz. Peru, Bolivien, Frankreich und Litauen hatten nur Beobachter entsandt. Unsere Teilnehmer erzielten folgende Einzelleistungen:

Arbeit
Deutsche Betreuer arbeiten mit einem Schweizer Freund an den Aufgaben

Die Aufgaben gliederten sich in einen praktischen und einen theoretischen Teil, die jeweils die Hälfte der Gesamtpunktzahl ausmachten. Der theoretische Teil bestand aus einem A-Teil mit ca. 80 MC-Fragen und einem B-Teil, der komplexere Aufgaben umfasste. Der praktische Teil setzte sich aus vier Praktika zusammen. Dabei handelte es sich um Zoologie, Botanik, Biochemie und Mikrobiologie. In Zoologie sollten die Schüler überraschenderweise Muscheln sezieren, in Botanik mussten Pflanzenquerschnitte Pflanzenabteilungen zugeordnet werden und bestimmte Zelltypen erkannt werden. Im biochemischen Praktikum sollte die Glukosekonzentration einer unbestimmten Probe mit Hilfe eines Photometers und einer selbst erstellten Eich-Kurve ermittelt werden, darüber hinaus mussten Fragen zu Gelelektrophoresen beantwortet werden. Das mikrobiologische Praktikum erforderte den sicheren und schnellen Umgang mit mikrobiologischem Geräten, da die Zeit relativ eng bemessen war. Aufgabe hierbei war es zwei Bakterienstämme aufgrund biochemischer und physiologischer Eigenschaften zu identifizieren.

Das Rahmenprogramm war sehr vielseitig, so besuchten wir zusammen mit unseren Betreuern das Jugendhaus von Che Guevara und ein in ein Museum umfunktioniertes Kloster, welches sich mit Kulturgeschichte des Landes auseinandersetzte. Des Weiteren unternahmen wir einen Ausflug in eine deutsche Stadt und eine Wanderung in die argentinische "Pampa". In unserer Unterkunft fanden an den Abenden Partys und Veranstaltungen statt, bei denen man das Tanzen des Tangos erlernen konnte. Darüber hinaus wurde ein "Gaucho-Day" organisiert, an dem argentinische Tänze vorgeführt und den Besuchern das Zähmen von Pferden demonstriert wurde. Während der Abschlusszeremonie erhielten wir hohen Besuch durch den deutschen Konsul aus Cordoba, Herrn Oechsle, der uns viel über das Land zu erzählen wusste. Alles in allem war es für alle Beteiligten eine unvergessliche Zeit, in denen man viele Menschen mit ähnlichen Interessen aus aller Welt kennen lernen konnte. Noch ein Hinweis für zukünftige Teilnehmer der IBO: Landestypische Souvenirs und Adressen wurden rege ausgetauscht, weshalb das Mitführen von Visitenkarten vorteilhaft ist.

Alta Gracia Beim Konsul
Ausflug nach Alta Gracia.
Am letzten Abend war sogar die deutsche Botschaft Argentiniens vertreten durch den Honrarkonsul Cordobas, Herrn Oechsle

Weitere Informationen: