Großer Erfolg bei der 29. Internationalen BiologieOlympiade:
Das deutsche Team gewinnt Gold und Silber in Teheran, Iran


vlnr: Kieran Didi (Silber), Paul Bunk (Gold), und Bruno Ederer (Silber)

Die 29. Internationale BiologieOlympiade fand vom 15. bis 22.07.2018 in Teheran, Iran statt. Das deutsche Team hat – in diesem Jahr nur mit drei Schülern angetreten - erneut ein fantastisches Ergebnis erkämpft: Sie gewannen eine Gold- und zwei Silbermedaillen.

Am 09. Juli 2018 traf sich das deutsche Nationalteam bestehend aus Bruno Ederer (17) vom Carl-Zeiss-Gymnasium in Jena (Thüringen), Kieran Didi (18) vom Erzbischöflichen St. Joseph-Gymnasium Euskirchen (Nordrhein-Westfalen), Paul Bunk (17) vom Gymnasium Penzberg (Bayern) und Hendrik Michel (18) von der Otto-Kühne-Schule in Bonn (Nordrhein-Westfalen) in der Schweiz in Bern, um sich zusammen mit dem Schweizer Nationalteam auf die Internationale BiologieOlympiade vorzubereiten, die in diesem Jahr in Teheran, Iran stattfand. Zu Gast am Institut für Ökologie und Evolution der Uni Bern wurde in fünf intensiven Lern- und Arbeitstagen mit vielen Übungen in Theorie und Praxis trainiert, bevor das Team dann mit den Betreuern über Frankfurt nach Teheran, Iran flog. Leider konnte Hendrik Michel aus gesundheitlichen Gründen diesen Teil der Reise nicht weiter mitmachen, so dass in diesem Jahr nur drei deutsche Schüler bei der Olympiade antreten konnten.

In Teheran nahmen die Schülerinnen und Schüler aus 68 Nationen an dem biologischen Wettstreit in praktischen und theoretischen Klausuren teil. Das deutsche Schülerteam hatte sich für das Nationalteam in vier Auswahlrunden aus mehr als 1500 Schülerinnen und Schülern qualifiziert.

Bei der Internationalen BiologieOlympiade im Iran wurden nach einer feierlichen Eröffnungszeremonie und einem erstem Kennenlernen in vier anspruchsvollen praktischen Klausuren von je 120 Minuten Themeninhalte aus Botanik, Zoologie, Biochemie und Molekularbiologie sowie Ökologie und Evolution behandelt. Das Aufgabenspektrum reichte vom Sezieren eines Egels und den Verwandschaftsbeziehungen bei Milben, von biochemischen Enzymtests, Untersuchungen zu C3-, C4- und CAM-Photosynthesetypen bis hin zu Untersuchungen des Futtersuchverhaltens von Fliegenlarven. Nach einem Tag Pause stand dann für die Schülerinnen und Schüler die große vierstündige Theorieklausur mit 100 Fragen aus allen Wissensbereichen der Biologie auf dem Programm. Die Theorieklausur wurde - wie bereits in den vergangenen Jahren - vollständig digital bearbeitet, was die Korrektur erleichtert und Bewertungsfehler fast vollständig ausschließt.

Alle praktischen und theoretischen Klausurfragen waren von einer iranischen Fachjury hervorragend vorbereitet und deckten ein breites Spektrum der Biologie ab.

Neben dem anspruchsvollen akademischen Programm war für die Schülerteams auch das Kennenlernen untereinander und der Austausch mit Gleichgesinnten aus vielen Ländern und Kontinenten in dieser anstrengenden, aber von freundschaftlichem Wettbewerb geprägten Woche wichtig.

Begleitet wurde das deutsche Team von PD Dr. Burkhard Schroeter (IPN, Kiel) als Delegationsleiter sowie von Dr. Dennis Kappei (Universität Singapur), Patricia Scholz (Universität Leipzig) sowie Dr. Christina Gebler (Aschaffenburg) und Dr. Christiane Mühle (Universität Erlangen).

Für die Jurymitglieder stand neben der Übersetzung der umfangreichen Klausuraufgaben in die jeweilige Muttersprache die Weiterentwicklung des IBO-Vereins im Mittelpunkt zahlreicher Diskussionen und Abstimmungen. Am Ende einer intensiven Woche waren nicht nur die deutschen Jurymitglieder mit den großartigen Ergebnissen des deutschen Nationalteams zufrieden: Alle drei Schüler fuhren mit hervorragenden Medaillen nach Hause. Diese Ergebnisse machten die 29. Internationale BiologieOlympiade erneut zu einem großen Erfolg für das deutsche Team, das sich mit diesem Ergebnis einmal mehr in die erweiterte Spitzengruppe hinter den asiatischen Ländern und Russland einreihen konnte.

Beeindruckend war die herzliche Gastfreundschaft unserer iranischen Gastgeber und die reibungslose Organisation der bisher größten Internationalen BiologieOlympiade.

Ein besonderer Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helfern vom Förderverein BiologieOlympiade e.V., der Firma Eppendorf, Hamburg, und dem Biologielabor am IPN in Kiel sowie unseren Schweizer Gastgebern im Trainingslager in Bern, deren Unterstützung maßgeblich zum Erfolg beiträgt.

Die Internationale BiologieOlympiade (IBO) wird jährlich in einem anderen Land ausgetragen. In Deutschland führt das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel die Auswahlrunden durch. Das Auswahlverfahren wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Weitere Informationen unter www.biologieolympiade.info und von der Geschäftsführung der IBO Deutschland (ibo@ipn.uni-kiel.de).

Kontakt am IPN:
PD Dr. Burkhard Schroeter
Wettbewerbsleitung des Auswahlverfahrens zur Internationalen BiologieOlympiade (IBO)
IPN an der Universität Kiel
Olshausenstrasse 62
24118 Kiel
Telefon: +49 (0)431 880-3135
Fax: +49 (0)431 880-2717
Email: schroeter@ipn.uni-kiel.de